Kirche engagiert sich

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart finden Sie einen bunten Strauß an Stiftungen mit unterschiedlichstem Engagement. Lernen Sie die Arbeit unserer Stiftungen besser kennen.www.kirche-engagiert-sich.de
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Engagiert für christliche Kleindenkmale

Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen verleiht Stiftungspreise für das Jahr 2025

Für herausragende Aktivitäten zum Erhalt, zur Neuerrichtung oder zur Dokumentation christlicher Wegzeichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat die Stiftung Wegzeichen-Lebens-zeichen-Glaubenszeichen die Stiftungspreise 2025 vergeben.
Die folgenden - aus allen Teilen der Diözese Rottenburg-Stuttgart stammenden Projekte - wurden mit dem Stiftungspreis der Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen ausgezeichnet. Die feierliche Preisübergabe fand am Freitag, 12. Dezember 2025 im Bischofshaus in Rottenburg a. N. durch den Bischof Dr. Klaus Krämer und die Vorstände der Stiftung Sabine Langguth und Jörg Sauter statt. Es wurde ein Preisgeld von insgesamt 7.200,-- € ausgelobt.

Die Preisträger des Stiftungspreises 2025 sind:

  • Franz Schuhmacher MdL i.R., Spaichingen (Dekanat Tuttlingen-Spaichingen)
    Herr Schuhmacher hat ein dem Verfall preisgegebenes altes Wegkreuz im Heidegraben in Spaichingen restaurieren und dafür eine neu geschnitzte, beeindruckende Christusfigur fertigen lassen. Das Kreuz, das am Fuße des Dreifaltigkeitsberges in Spaichingen steht, lädt nun wieder zum Innehalten und zum Gebet ein.

  • Rainer Sattelberger, Igersheim (Dekanat Mergentheim)
    Mit seinem Projekt „Marienruh“ hat er einen ganz besonderen Kraftort im Erlenbachtal bei Igersheim neu gestaltet und damit erhalten. Die bereits stark verwitterte Marienfigur wurde durch einen Abguss aus Epoxidharz ersetzt und auf eine schöne Stele gesetzt. Eine Bronzetafel weist auf die Besonderheiten des Ortes hin und eine Bank lädt zur Ruhe und Einkehr ein. Das Original der Marienfigur wird nun im Kulturhaus Igersheim aufbewahrt.

  • Förderkreis zur Erhaltung der Wiblinger Kapellen, Flurkreuze, Bildstöcke und Kleindenkmale e.V., Ulm-Wiblingen (Dekanat Ehingen-Ulm)
    Der Förderkreis dokumentiert und erhält kleine Glaubenszeichen auf dem Gebiet des ehemaligen Klosters Wiblingen. Durch sehr viel Eigenleistung der Mitglieder, Eigenmittel und durch Spenden konnte eine beeindruckende Zahl von schönen Glaubenszeichen erhalten werden. Mit dem Projekt „Klosterpfade Wiblingen“ hat der Förderkreis alle diese Weg- und Glaubenszeichen dokumentiert und wird sie nach und nach öffentlichkeitswirksam durch Wanderwege erschließen.

  • Siegbert Sieß und Roland Miller, Rottenburg-Wurmlingen (Dekanat Rottenburg)
    Siegbert Sieß und Roland Miller sorgten für die Erhaltung und Renovierung des „Rhonerkreuzes“ an einer Feldwegkreuzung zwischen Ammerbuch-Pfäffingen und Rottenburg-Wendelsheim. Schon seit Beginn der 1970er Jahre haben sich deren Familien um das Feldkreuz gekümmert und es in dieser Zeit mehrmals restauriert und erneuert, so dass es nunmehr seit mehr als 200 Jahren an dieser besonderen Stelle der Gemarkung steht.

  • Theo Hofmann, Schöntal-Westernhausen (Dekanat Hohenlohe)
    Er hat in aufwändiger Handarbeit 17 Bildstöcke in Westernhausen freigeschnitten, von Flechten befreit, mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis gereinigt und anschließend die bereits verblassten Malereien erneuert. Heute laden diese Glaubenszeichen im neuen Glanz wieder zum Innehalten und zum Gebet ein.

  • Konrad Schmucker, Oberstadion-Hundersingen (Dekanat Ehingen-Ulm)
    Herr Schmucker sorgte für die gelungene Restaurierung des am Rettighofer Weg in Hundersingen stehenden Feldkreuzes aus Metall mit vergoldeter Christusfigur und Sockel unter Einbeziehung seiner Enkelkinder in dieses schöne Projekt.

  • Familien Stefan & Petra Schaff sowie Rolf & Christa Friedel, Ruppertshofen (Dekanat Ostalb)
    Die Familien Schaff und Friedel haben die zum „Boschenhof“ gehörende Kapelle sowie ein schönes Wegkreuz umfassend erneuert und restauriert. An der Kapelle wurde eine neue Treppe aus Natursteinen gesetzt sowie das Holz neu gestrichen und teilweise erneuert. Am Wegkreuz wurden die Marienfigur und das Holzkreuz repariert. Die Familien kümmern sich auch um die ansprechende Gestaltung der Grünflächen um diese Glaubenszeichen.

  • Wolfgang Baur, Uttenweiler-Dieterskirch (Dekanat Biberach)
    Aus Dankbarkeit, aber auch als ein Mahnmal zum Frieden, hat Herr Baur in Dieterskirch ein „Marterl“ gestiftet. Das auf einem heimischen Stein stehende, aus Teilen eines alten Wegkreuzes bestehende Glaubenszeichen mit einer schönen, wohl aus Südtirol stammenden, Christusfigur lädt - zusammen mit einer schattenspendenden Roteiche und einem Bänkle - zur Rast und zum Gebet ein.

  • Alois Jaumann, Unterschneidheim (Dekanat Ostalb)
    Zum Gedenken an ein im Jahr 2022 verstorbenes Familienmitglied hat Familie Jaumann auf ihrer Hofstelle in Unterschneidheim ein modern gestaltetes Hofkreuz errichten lassen, das unsere christliche Kulturlandschaft bereichert und zum Innehalten und zum Gebet einlädt.

  • Hermann Wachter, Ravensburg-Dürnast (Dekanat Allgäu-Oberschwaben)
    Herr Wachter hat in jahrelanger Arbeit alle christlichen Kleindenkmale im Bereich der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West umfangreich dokumentiert, erforscht und die Eigentümer über die „Geschichten“ rund um diese Glaubenszeichen befragt und auf dieser Grundlage das Buch „Bildstöcke und Feldkreuze auf den Fluren der Seelsorgeeinheit Ravensburg West“ herausgegeben. Aus dieser Arbeit ist ein umfangreiches und schönen Fotos versehenes Buch entstanden.

  • Kulturkeller Oberginsbach e.V. 2005, Oberginsbach (Dekanat Hohenlohe)
    Seit Gründung vor 20 Jahren kümmert sich der Verein um die Pflege und die Erhaltung von Kleindenkmalen und erforscht dabei auch die Geschichte und „Geschichten“ rund um diese Kulturdenkmale. Viele dieser Kleindenkmale sind christliche Glaubenszeichen wie Wegkreuze, Bildstöcke, Mariendenkmale und ein „neuer“ Kreuzweg. Ein in einer gedruckten Broschüre beschriebener und neu eingerichteter Dorfrundgang führt zu den Objekten. Eine Stele bei jedem Denkmal sowie ein Lageplan und viele Fotos sorgen für Informationen und laden zum Betrachten ein.

  • Ave-Glöcklein-Gruppe, Degmarn bei Oedheim (Dekanat Heilbronn)
    Die Gruppe sanierte mit der Ölbergkapelle, der Krippenkapelle und der Auferstehungskapelle beeindruckende Zeugnisse des christlichen Glaubens. Die im Norden von Degmarn gelegenen Kapellen sind ein Teil einer Gesamtanlage und etwas ganz Besonderes. Die Ave-Glöcklein-Gruppe Degmarn kümmert sich seit mehr als 30 Jahren um die Erhaltung dieses besonderen Ortes und hat in diesem Jahr bei mehreren Arbeitseinsätzen und mit eigenen finanziellen Mitteln umfangreiche Sanierungs-, Restaurierungs-, Reparatur- und Reinigungsarbeiten in den Kapellen, bei den Figuren und im Außenbereich der Anlage vorgenommen.

  • Paula und Josef Wetzel, Altheim (Dekanat Ehingen-Ulm)
    Im Jahr 2015 errichtete Familie Wetzel an einem viel genutzten Rad- und Wanderweg ein schönes Mariendenkmal. Das von Herrn Josef Wetzel selbst gefertigte Glaubenszeichen ist heute ein beliebter Rastplatz, der zum Innehalten und zum Gebet einlädt.

  • Heimatverein Niederwangen, Wangen (Dekanat Allgäu-Oberschwaben)
    Der Heimatverein Niederwangen hat das Dach und den gesamten Dachstuhl der über 300 Jahre alten Kalvarienbergkapelle umfassend saniert und ihr damit wieder eine Zukunft und Perspektive gegeben. Sie ist das Wahrzeichen Niederwangens und gleichzeitig ein bedeutendes Kulturdenkmal und sichtbares Zeichen des christlichen Glaubens. Großes ehrenamtliches Engagement der Vereinsmitglieder und zahlreiche Spenderinnen und Spender machten dieses beispielhafte Projekt in enger Zusammenarbeit von Eigentümer, Heimatverein, Landesamt für Denkmalpflege erst möglich.

  • Firma Holzbau Reger, Deilingen (Dekanat Tuttlingen-Spaichingen)
    Mit viel handwerklichem Einsatz und Liebe zum Detail hat die Holzbaufirma Reger bereits schon zum zweiten Mal das durch Unwetter zerstörte weithin sichtbare Kreuz auf dem Lochenstein im Landkreis Balingen auf eigene Rechnung erneuert. Bemerkenswert dabei ist auch, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Firma das schwere Kreuz auf den Gipfel des unwegsamen Lochenstein hinaufgetragen haben. Sie setzten mit diesem Engagement eine spirituelle Wegmarke und ein weit sichtbares Zeichen des Glaubens und der Verbindung zur Region. 

Der Vorstand und Stiftungsrat dankt und gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich für ihren Einsatz zum Erhalt christlicher Wegzeichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Der Stiftungspreis wird auch 2026 ausgelobt.